Tier & Mensch e.V.

Massentierhaltungen machen Antibiotika wirkungslos

 

In der EU ist es mittlerweile verboten, Antibiotika als Wachstumsförderer einzusetzen, weil damit eine gefährliche Resistenzbildung der Krankheitserreger verbunden ist. Über Jahrzehnte wurde dieser Missbrauch in den Massentierhaltungen betrieben, obwohl schon der Erfinder des Penicillins, Alexander Fleming, ausdrücklich vor diesen Folgen warnte. Dennoch werden – zu therapeutischen Zwecken – weiterhin große Mengen an verschiedenen Antibiotika eingesetzt. Mit bedenklichen Folgen, die in zahlreichen wissenschaftlichen Dokumenten veröffentlicht werden.

Beispiele: Professoren der John Hopkins Universität untersuchte Mitarbeiter in Geflügelfarmen und stellte bei 50% von ihnen resistente E.Coli-Keime fest. Man weiß, dass solche Resistenzen auf Krankheitserreger übergehen können.

Auch in der Luft und in Abwasser in und um Massentierhaltungen oder Tiertransportern findet sich eine bunte Mischung verschiedener Bakterien und Krankheitskeime, die gegen mindestens zwei Antibiotika zu 98% resistent sind.

So wird eine der schärfsten Waffen gegen lebensgefährliche Infektionskrankheiten immer stumpfer.

Wir alle wissen, dass artgerecht gehaltene Tiere mit Weidegang nur selten Medikamente brauchen, während Massentierhaltungen eine schwere Bedrohung für die Menschheit darstellen – nicht nur aus diesem Grund!

Quelle: Albert-Schweitzer-Stiftung für unsere Mitwelt
März 2010
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