Tier & Mensch e.V.
Widerstand gegen Industrieschweine
Immer wieder versuchen reiche Investoren, auf Kosten der Tiere und der Umwelt noch mehr Geld zu machen. Im uckermärkischen Hassleben soll eine Schweinefabrik für 85.000 Tiere entstehen. Schon in DDR-Zeiten existierte dort eine ähnliche riesige Anlage, an die sich die Anwohner nur mit Grauen erinnern. Seitdem hatten mehrere Unternehmer erfolglos versucht, eine Schweine-Massentierhaltung zu begründen. Nun bemüht sich ein niederländischer Investor darum.
Sollte die Anlage genehmigt werden, wären die Auswirkungen unabsehbar. Luft und Grundwasser würden natürlich durch Emissionen und Gülle stark belastet, und das inmitten von Naturschutzgebieten, die bislang noch als Erholungsgebiete für die Berliner Ausflügler beliebt sind. Für die dort noch bestehenden bäuerlichen Betriebe müsste das ebenfalls negative Folgen haben.
50 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Wie viele andere Stellen aber direkt oder indirekt verloren gehen, daran denkt niemand. Zumindest nicht die Politiker, die solche sinnlose Unternehmen – aus welchen Gründen auch immer – unterstützen.
Und das in einer Zeit, da die deutsche Landwirtschaft an Überproduktion von Fleisch leidet und die Regierung verzweifelt versucht, die kleinen Bauern zu fördern und die ökologische Landwirtschaft zu stützen.
Es hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die versucht, diesen Wahnsinn noch zu verhindern.
Zur Zeit läuft das Genehmigungsverfahren. Die erste öffentliche Anhörung ist für den 30. August vorgesehen.
Diese mutigen Leute brauchen unsere Unterstützung. Weitere Informationen durch
Ernst Pries, in Templin, Tel.:03987-2934 oder ringofen@compuserve.de
E.U.
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