Tier & Mensch e.V.

Kampf gegen Gen-Anbau

Das Land Brandenburg genießt den zweifelhaften Ruhm, mehr als die Hälfte des gesamten Anbaus von gentechnisch verändertem Mais in Deutschland zu besitzen. Der Saatgutproduzent Monsanto hat für 2007 etwa 2000 Hektar angemeldet. Nun organisiert sich der Widerstand. In Deutsch Borg wurde unter der Leitung des Biobauern Rottstock die Initiative „FläminGENfrei“ gegründet, der sich außer Pilzzüchtern und Hotels auch Imker angeschlossen haben. Denn auch Honig könnte durch genveränderte Pollen verunreinigt und damit unverkäuflich werden.
So ist z.Z. der Landkreis Fläming genfrei, ebenso wie der Spreewald, nachdem ein Bauer in Luckau seinen Antrag auf Anbau von 14ha Genmais auf Grund zahlreicher Proteste zurückgezogen hat.
Es ist zur Genüge bekannt, dass die große Mehrheit der Deutschen Gennahrung ablehnt, und es ist bedauerlich, dass trotzdem unsere Nutztiere mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefüttert werden dürfen, ohne dass dies bisher gekennzeichnet werden muss.
Inzwischen hat das Bundeskabinett ein "Eckpunktepapier" zum Gentechnikgesetz verabschiedet, das nach Ansicht des BUND als Vorstufe für ein "Gentechnik-Durchmarsch-Gesetz" anzusehen ist. Es geht dabei hauptsächlich um die Haftung für Schäden, die durch gentechnische Verunreinigungen von Ernten verursacht werden. "Seehofer und das gesamte Bundeskabinett unterstützen eine Minderheit, die der Agro - Gentechnik zum Durchbruch verhelfen wolle - gegen den Wunsch der Mehrheit, die keine Gentechnik auf Feldern und Tellern wünscht."
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