MELDUNGEN
Photo: O.Schönau (Kinderfest am 21.09.2003)
Liebe Tierfreunde!
Auf dieser Seite wollen wir Kurzmitteilungen präsentieren, die uns im Rahmen unserer Zielsetzung als wichtig erscheinen.

24.07.11

Will Wesjohann weiße Weste retten?

Tier & Mensch e.V. und PAKT fragen:
 
Wird ARD die Recherche:
"Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet"
wie vorgesehen am 31. August 2011 ausstrahlen?

 „Wiesenhof“  klingt gut. Daran soll sich nach dem Willen des Konzerns der PHW-Gruppe mit den Unternehmern Peter und Paul-Heinz Wesjohann auch nichts ändern. Das funktioniert aber nur, wenn genau geplant wird, wer wann welchen Stall besichtigen darf. Kein Verbraucher, und schon gar nicht die Medien, sollen beliebig Blicke in die Ställe werfen oder gar beim Verladen und Transportieren zuschauen oder das erschütternde Sterben in Schlachthäusern des Unternehmens mitbekommen. Eine weiße Weste vermittelt nur eine gelungene Werbung, die vorgibt, die Verbraucherwünsche zu erfüllen – billig und appetitlich verpackt.

Jedoch schon öfter entstanden hässliche Flecken auf dieser Weste, wenn mit Undercover-Filmen verstörende Tierquälereien oder Ekel erregende Hygienemängel aufgedeckt wurden, und öffentlich-rechtliche Fernsehsender solche Skandale der Öffentlichkeit präsentierten.

Wiesenhof bemühte sich stets, Schandflecken durch Dementis oder Klagen wieder wegzuputzen und profitierte ansonsten regelmäßig von der erstaunlichen Vergesslichkeit der Verbraucher.

Das Verbrauchergedächtnis (und –gewissen) will der Südwestdeutsche Rundfunk am 31. August mit einer neuen Dokumentation über Wiesenhof auffrischen, 
und wir hoffen, das gelingt auch. Denn Wiesenhof versucht offenbar energisch, die Ausstrahlung des Filmes zu verhindern (siehe Lebensmittelzeitung online). 
Sollte das gelingen, wäre das ein schlimmer Beleg für die Machtstellung des Konzerns und sein rücksichtsloses Gewinnstreben, dem sich sogar die Pressefreiheit
unterzuordnen hat.

Wir wünschen den Redakteuren der wichtigen Recherche ein starkes Rückgrat und die volle Unterstützung der Sendeleitung, damit der Film "Das System Wiesenhof. Wie ein Geflügelkonzern Tiere, Menschen und Umwelt ausbeutet" im ARD wie vorgesehen gezeigt wird.Viele Zuschauer werden es dankbar zu würdigen wissen, wenn unbequeme Wahrheiten über die Herkunft unserer Nahrung ans Licht kommen!

 Karin Ulich                                                            Elisabeth Petras

Tier & Mensch e.V.                                                 Politischer Arbeitskreis für Tierrechte in Europa

88138 Sigmarszell                                                     22415 Hamburg

E-Mail: ulich@netzwerk-phoenix.net                           E-Mail:  EP-1965@gmx.de

www.tumev.de                                                         www.paktev.de

 

Warnung vor Irreführung!
Anders als z.B. „BIO“ oder „ÖKO“ ist der Begriff „kontrolliert“ gesetzlich nicht geschützt. Alles kann kontrolliert werden, auch der Gifteinsatz im Pflanzenbau und die tierquälerische Massentierhaltung. Ähnliches gilt für Begriffe wie „alternativ“,  „umweltverträglich“ oder "naturnah". Man sollte sich also nicht täuschen lassen. Auch der „integrierte Anbau“ ist nicht ökologisch, obwohl er nach bestimmten Richtlinien betrieben wird. Und über die sinnlose Rolle, die die berühmte CMA spielt, ist gerade in jüngster Zeit viel geschrieben worden. Man halte sich beim Einkauf also immer nur an die geschützten Gütemarken.
Quelle: Verbraucherzentrale Berlin
100 Millionen Wildvögel getötet
Die Jagd auf Zugvögel ist ein ganz besonderes Hobby. Laut einer Studie über die Auswirkungen der Vogeljagd, die in der Zeitschrift „Berichte zum Vogelschutz“ veröffentlicht wurde, werden jährlich in Europa 100 Millionen Wildvögel, darunter 39 Millionen Singvögel, spaßeshalber massakriert. Spitzenreiter sind die Franzosen, die es auf 25 Millionen Tiere bringen. In Großbritannien werden 22 Mio., in Italien 17 Mio. erlegt oder gefangen.
Darunter sind 22 akut bedrohte Arten, die aber von der EU weiterhin zur Jagd freigegeben werden. Als Beispiel wird die Feldlerche angeführt. Obwohl diese Art in den vergangenen 35 Jahren um 50% abgenommen hat, wird sie weiterhin als „jagdbar“ eingestuft.
Quelle: Komitee gegen den Vogelmord (www.komitee.de)
Neues Jagdgesetz ist überfällig
»Seit rund 70 Jahren gab es kaum Änderungen am Bundesjagdgesetz« (Oberbayerisches Volksblatt, 22.4.07). Das Bundesjagdgesetz geht zurück auf das Reichsjagdgesetz von Hermann Göring, Hitlers Reichsjägermeister (1934). Die Föderalismusreform gestattet es neuerdings den einzelnen Bundesländern, vom Bundesjagdgesetz abweichende Regelungen für das Jagdwesen zu treffen (vgl. Art. 72 Abs.3 Nr. 1 Grundgesetz). Im Bundesland Berlin wurde bereits die Fallenjagd und die Vogeljagd abgeschafft. Alle Feldhasen, Baum- und Steinmarder, Dachse, Mauswiesel, Hermeline und Iltisse sind ganzjährig unter Schutz gestellt. In Zusammenarbeit vieler Organisationen ist nun ein Manifest "Forderungen für eine Reform der Landesjagdgesetze" erstellt worden.
Quelle: www.abschaffung-der-jagd.de Mai 2007
Salmonellen vorzugsweise in Massenbetrieben

Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung ist fast jeder dritte Legehennen- und jeder sechste Masthühnchenbestand mit Salmonellen verseucht. Dabei stellte sich heraus, dass die größeren Betriebe am stärksten belastet sind. Bei zwei Dritteln aller Legehennenfarmen mit mehr als 30.000 Tieren wurden die gefährlichen Erreger in Kot und Staub gefunden. Damit ist Deutschland schlechter als der Durchschnitt aller EU-Staaten.
Quelle: Frankfurter Rundschau, 2.4.07
Weniger Käfigeier in Deutschland
Eigentlich sollten in Deutschland seit Anfang des Jahres keine Käfigeier mehr produziert werden. So sah es das Gesetz vor, nachdem das Bundesverfassungsgericht diese Art der Hennenhaltung als Tierquälerei bezeichnet und verboten hatte. Aber der Hühnerlobby gelang es mit freundlicher Hilfe unseres Landwirtschaftsministers, dieses Verbot um zwei Jahre hinauszuschieben. Immerhin meldet das Statistische Bundesamt, dass die Käfighaltung in den vergangenen drei Jahren abgenommen hat. Es werden „nur noch“ 28 Millionen Legehennen gequält. Dagegen gibt es inzwischen 6Millionen Plätze auf Bodenhaltung und fast ebenso viele in Freilandhaltung.
Wobei immer wieder gesagt werden muss, dass nicht alle Freilandeier aus Ökobetrieben kommen. Die billigen Freilandeier stammen zumeist aus Massen-„Freiland“-Haltungen, die alles andere als artgerecht sind. Ferner ist zu beachten, dass sehr viele Käfigeier aus dem Ausland eingeführt werden, die dann unerkannt in Nudeln und Kuchen auftauchen. Denn verarbeitete Ware muss nicht deklariert werden. Das gilt auch für die gefärbten Ostereier, die fast ausnahmslos aus Tierquälerei kommen. Lieber weniger Eier essen und dafür etwas mehr bezahlen! Der Pro-Kopf- Verbrauch in Deutschland liegt zur Zeit bei 205 Stück im Jahr, und das ist noch immer zu viel!
Übrigens: Untersuchungen der Berliner Charité zeigen, dass BIO-Eier besonders viele Karotinoide enthalten, die eine positive Wirkung auf die menschliche Haut ausüben.
April 2007
Das Fernsehen macht´s möglich
Nachdem im dänischen Fernsehen grausige Bilder von Schweinetransporten an der Grenze zwischen Lettland und Russland gezeigt wurden, hat der dänische Landwirtschaftsrat beschlossen, alle Tiertransporte, die länger als 24 Stunden unterwegs sind, zu verbieten. Damit ist Dänemark der restlichen EU voraus.
Und in Österreich hat der Tierschutzverein VIER PFOTEN schockierende Bilder über die Masthaltung von Kaninchen veröffentlicht, was die Verantwortlichen der Supermarktketten Rewe, Spar und Adeg veranlasst hat, den Handel mit Kaninchenfleisch ab sofort einzustellen.
Eigentlich sollten alle Politiker generell verpflichtet werden, sich die Dinge, über die sie zu entscheiden haben, zunächst einmal in der Realität oder zumindest im Fernsehen anzuschauen. Da würde manches anders laufen, auch im Tierschutz – und sogar in Deutschland.
April 2007
Salmonellen vorzugsweise in Massenbetrieben
Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Risikobewertung ist fast jeder dritte Legehennen- und jeder sechste Masthühnchenbestand mit Salmonellen verseucht. Dabei stellte sich heraus, dass die größeren Betriebe am stärksten belastet sind. Bei zwei Dritteln aller Legehennenfarmen mit mehr als 30.000 Tieren wurden die gefährlichen Erreger in Kot und Staub gefunden. Damit ist Deutschland schlechter als der Durchschnitt aller EU-Staaten.
Quelle: Frankfurter Rundschau, 2.4.07
Leider nichts gefunden
Bei der Tagung des Geflügelverbandes im März 2007 in Berlin berichtete eine Forscherin, im Raum Bodensee habe man leider noch keinen Virus H5N1 gefunden. Leider? Wir hätten gesagt "glücklicherweise". Die Wahrheit kommt aus dem Unterbewusstsein. Sowas nennt man "Freudsche Fehlleistung". Hätte man ihn gefunden, dann wären wieder ein paar Millionen mehr in die Institute und in die Taschen der Wissenschaftler geflossen. und die Geflügelmafia hätte sich auch gefreut.
E.U. 04/07
Österreich ist weiter
Der „Verein gegen Tierfabriken“ hat erreicht, dass alle österreichischen großen Supermarktketten den Verkauf von Käfigeiern bis Jahresende einstellen. Ein weiterer Erfolg jahrelangen Kampfes.
Wir in Deutschland sind noch längst nicht so weit. Im Vergleich zu allen anderen europäischen Ländern haben wir durchschnittlich die billigsten Lebensmittelpreise, vor allem bei tierischen Produkten. Das weiß jeder, der ins Ausland fährt, und das merken die Ausländer, wenn sie nach Deutschland kommen.
Auch im ökologischen Landbau sind die Österreicher weiter. Fehlt es uns an der nötigen Einsicht?
E.U. 8/06
Einfuhrverbot für Wildvögel?
Im Bundestag wird demnächst auf Antrag der Opposition über ein Einfuhrverbot von Wildvögeln beraten. Etwa 4 Millionen dieser exotischen Tiere werden jährlich für den EU-Heimtiermarkt gefangen. Obwohl ca. 50% der Vögel bereits vor oder während des Transportes sterben, ist das noch ein gutes Geschäft für den Handel. Wir hoffen, dass sich der Bundestag zu einem entsprechenden Gesetz entschließt.
E.U.
Das Neueste vom Fleischskandal
Inzwischen stehen neun Betriebe in Verdacht, mit verdorbenen Fleisch und Schlachtabfällen gehandelt haben. Und das sei „nur der Anfang“, sagt die Sprecherin der Essener Staatsanwaltschaft. Es handelt sich dabei um Abnehmer eines Großhändlers in Gelsenkirchen, gegen den bereits seit November 2005 wegen gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt wird.
Quelle: DIE WELT, 21.6.06
Seehofer beschwert sich
Laut einer Pressemeldung vom 3. Juni rügt Minister Seehofer die Landwirtschaftsminister einiger Bundesländer, weil sie zu großzügig bei der Aufhebung der Stallpflicht für Nutzgeflügel verfahren.
Wir dagegen sind froh, dass man, wie z.B. in Brandenburg, wo nur noch drei Bereiche gesperrt sind, den Mut hat, diesen Irrsinn nicht mehr mitzumachen.
Juni 06
Schweine gekeult
Während die Hysterie um die Vogelgrippe anhält, werden im Münsterland an die 70.000 Schweine wegen des Ausbruchs der Schweinepest getötet. Davon wird nicht viel gesprochen. Es fällt kein Wort des Mitleids. Warum? Schweinepest ist bislang nicht auf den Menschen übertragbar.
Juni 06
Salmonellen
Dagegen sind übertragbar. Einer Pressemeldung vom 6. Juni zufolge wurde in dänischen Supermärkten belastetes Putenfleisch gefunden. Es stammt aus Mecklenburg-Vorpommern. Wie kommen die Salmonellen in die hermetisch abgesperrten Tierfabriken?
Juni 06
Tierquälerei als Dienstleistung
In Österreich ist die Haltung und Präsentation von Wildtieren im Zirkus seit 2005 verboten. Nun kommt die EU-Kommission und fordert vom österreichischen Staat, dieses Verbot für ausländische Zirkusunternehmer wieder aufzuheben, da es die „EU-Dienstleistungsfreiheit unzulässig einschränkt". Denn ein Dienstleister - also auch ein Zirkus - muss in allen EU-Ländern seine Dienste anbieten dürfen, so lange sie auch nur in einem einzigen Land erlaubt sind. Tierquälerei als Dienstleistung! Wir warten darauf, dass ein spanischer Unternehmer kommt, der bei uns den Stierkampf als Dienstleistung anbietet!
Quelle: TIERschutz konsequent, Wien. April 06
Warum nicht auch in Deutschland?
An britischen Schulen dürfen bald keine Süßigkeiten mehr verkauft werden. Man will damit die zunehmende Fettleibigkeit bekämpfen, unter der bereits mehr als 25% der Schulkinder leiden. Bei unseren Politikern fehlt oft der Mut oder die Einsicht, ähnliche Anordnungen zu treffen. Man bedenke, dass vielerorts sogar das Rauchen an Schulen noch erlaubt ist!
März 06
Auszeichnung für Karin Ulich
Die Stadt Lindau / Bodensee kürt jährlich einen "Lindauer des Jahres". Für das Jahr 2005 wurde u.a., die Tierärztin und Tierschützerin Karin Ulich aus Sigmarszell für diese Auszeichnung benannt. Sie ist auch Leiterin des Kontaktbüros Lindau des Vereins "Tier & Mensch e.V." und den Lesern unserer Veröffentlichungen wohlbekannt. In einem ausführlichen Artikel der Lindauer Zeitung vom 2.Januar 2006 wurde sie den Lesern vorgestellt. Schon die Nominierung ist eine Auszeichnung, die sie sehr wohl verdient hat - wie auch immer die Entscheidung dann ausfällt!
Wir gratulieren herzlich!
Der Vorstand Jan.06
Belastetes Obst
Greenpeace untersuchte im Juli Hunderte von importierten Stachel- und Johannisbeeren, die in Supermärkten angeboten wurden. Das Ergebnis ist alarmierend: Fast 90% der Proben waren mit Rückständen gefährlicher Pflanzenschutzmittel belastet. Die Behörden bestätigten die Ergebnisse und leiteten Ermittlungsverfahren ein. Es wurden Wirkstoffe gefunden, die seit Jahren in Deutschland nicht mehr zugelassen sind. Dabei handelte es sich ausschließlich um Produkte aus konventionellem Anbau; biologische Erzeugnisse waren in Ordnung. Ähnliches gilt natürlich auch für anderes Obst, z.B. für Weintrauben.
Auch hier sollten wir Verbraucher uns fragen, warum wir immer nach dem Billigsten greifen müssen. Und warum wir alle Obstsorten das ganze Jahr über haben müssen, also z.B. Tomaten im Frühjahr und Erdbeeren im Herbst. Es scheint uns doch noch zu gut zu gehen, und an die Folgen denken nur Wenige.
E.U. Oktober 05
Kulturerbe
Einer Pressemeldung zufolge haben französische Parlamentarier in einem Zusatz zum Landwirtschaftsgesetz die Gänsestopfleber zum „nationalen Kulturerbe“ erhoben. Die im Süden des Landes in großen Mengen produzierte „foie gras“ müsse geschützt werden – vor allem vor den Tierschützern.
Das Stopfen von Gänsen und Enten ist bekanntlich eine der schlimmsten Grausamkeiten, die der Mensch am Tier begehen kann. In Deutschland ist es verboten, aber die Produkte dürfen importiert werden.
Unter französischer Kultur stellen wir uns etwas anderes vor.
E.U. Oktober 05
Welch ein Spaß!
Mit einer Panik endete am 11. Juli das traditionelle Stiertreiben in Pamola. 90 Verletzte wurden gemeldet. Vier Teilnehmer wurden von einem Bullen auf die Hörner genommen. Es gab Knochenbrüche und blutige Wunden. Ferner stürzten zwei Zuschauer von der Stadtmauer in den Tod. Der Zweck dieses perversen Spektakels ist, die Tiere unter Todesangst in die Arena zu treiben, wo sie schließlich ihrem qualvollen Ende entgegensehen.
E.U. August 05
Irrtum möglich
Die Firma Onken GmbH („Spezialitäten aus Milch") vertreibt Yoghurt unter der Bezeichnung ONKEN BIGHURT. Dieses Produkt, das früher BIOGHURT hieß, musste entsprechend der neuen EG-ÖKO-Verordnung das 0 streichen, da es sich nicht um Ware aus ökologischer Erzeugung handelt. Trotzdem ist Irrtum sehr leicht möglich. Beim Einkauf sollte man immer auf das offizielle BlO-Siegel achten!
E.U. August 05
Unseriöse Telefonate
Es werden immer wieder Fälle bekannt, wo Tierfreunde von einem unbekanntem "Tierschutzverein" angerufen werden und um finanzielle Unterstützung per Einzugsermächtigung gebeten. Die Anrufer gehen sehr raffiniert vor, sagen aber nie deutlich, wer sie sind bzw. für was für einen Verein sie arbeiten. Noch niemand hat bisher schriftliche Unterlagen erhalten!
Es ist fast unmöglich, diese Betrüger heraus zu finden.
Wir können nur eindringlich davor warnen, sich auf Grund von Telefonanrufen zu Spenden für wen auch immer überreden zu lassen!
Karin Ulich April 05
Fuchsjagd-Verbot kritisiert
Das britische Oberhaus läuft Sturm gegen ein im September vom Unterhaus beschlossenes totales Verbot der Treibjagd auf Füchse. Hauptargument: Ein Verbot würde bis zu 8.000 "Arbeitsplätze" kosten.
Inzwischen, im November 2004, hat das Unterhaus mittels eines "Sondergesetztes" die Jahrhunderte alte Tradition der Hetzjagd mit Hunden endgültig verboten. Sieben Jahre lang hatte dieser lächerliche Streit getobt. Nun gehen die Lords demonstrieren.
E.U.November 04
Verbraucherzentrale weiß von nichts
Eierkennzeichnung
Bei einer „Expertenrunde“ im Berliner Rundfunk am 13.11.04 wusste keiner der Anwesenden die telefonische Frage nach der Kennzeichnung der Eier zu beantworten. Erst durch Anrufe mehrerer Zuhörer konnten die richtigen Ziffern der Haltungsformen nachträglich bekannt gegeben werden: 0=BIO; 1=Freiland; 2=Bodenhaltung; 3=Käfig..
Nachdem Tierschützer jahrzehnte lang um eine einheitliche Regelung gekämpft haben, die schließlich am 1.1.04 EU-weit in Kraft trat, ist es geradezu peinlich festzustellen, dass nicht einmal die Verbraucherschützer darüber Bescheid geben konnten. Auch das Verbraucherministerium ist dringend aufgefordert, die Aufklärung in der Bevölkerung zu intensivieren. Was nützt eine Regelung, wenn sie nicht bekannt gemacht wird?
E.U., November 04
Artgerechte Kaninchenhaltung gefordert!
Dieses Thema steht im November auf der Tagesordnung des Petitionsausschusses in Luxemburg. Die Haltungsbedingungen sind nicht weniger grausam als die der Schweine- und Geflügelmast. Beachten Sie unseren Beitrag über Kaninchenmast!
E.U. Oktober 04
Touristen jagen Robben und Seehunde
Touristen, die 170,-Euro auf den Tisch blättern, dürfen sich den Spaß machen, Kegelrobben oder Seehunde zu jagen. Es sind nämlich noch einige 100 dieser "zum Abschuss freigegebenen Tiere" am Leben. Einige Unternehmen bieten entsprechende Reisen an, die unter Führung ausgebildeter "Waidmänner" stehen. Das Vergnügen wird nur dadurch etwas getrübt, dass es verboten ist, die Seehunde mit Knüppeln zu erschlagen.
E.U. (Quelle: DIE WELT 6.10.04)
Fress - Steuer gefordert
Angesichts der steigenden Fettleibigkeit der deutschen Bevölkerung, vor allen Dingen bei Jugendlichen, fordert die Berliner Ärztekammer eine "Big-Mac-Steuer", um den gesundheitlichen Risiken entgegenzuwirken.
Wir würden eine solche Steuer außerordentlich begrüßen, da eine unvernünftige Lebensweise die Krankenkosten in die Höhe treibt. Und das geht auch zu Lasten der gesundheitsbewussten Bürger.
Dazu gehört natürlich auch das Rauchen. Deshalb ist es uns völlig unverständlich, warum die Regierungskoalition darüber nachdenkt, die kürzlich erfolgte Erhöhung der Tabaksteuer wieder rückgängig zu machen. Eine solche Maßnahme würde den Bestrebungen zur Eindämmung des Rauchens total widersprechen.
WARUM HEISST ES AUF JEDER PACKUNG "RAUCHEN KANN TÖDLICH SEIN"?
E.U., Sept 04
Fleischkonsum in Deutschland steigt wieder
Die BSE-Krise ist abgeebbt, und der Verbraucher ist nicht ein bisschen schlauer als vorher. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch stieg im vergangenen Jahr wieder auf 61,5 Kilogramm; er war schon mal auf 60,5 kg gesunken. Besonders bedauerlich ist, dass immer mehr Geflügelfleisch verzehrt wird, das zumeist aus der schlimmsten Massentierhaltung kommt, die man sich vorstellen kann. Das Fleisch von kranken, gequälten Tieren kann nicht gesund sein!
E. Ulich, 9/04
Einschränkung der Meinungsfreiheit?
EU-Verbraucherschutzkommissar Byrne plant, der irreführenden Werbung in der Lebensmittelindustrie endlich einen Riegel vorzuschieben. Dies ist nach Ansicht des "Europarechtlers" v.Danwitz eine "unverhältnismäßige Beschränkung der Meinungs- und Informationsfreiheit".
Das erfahren wir aus einer Meldung der WELT vom 22.3.04. So sollen z.B. Werbebotschaften für Kindernahrung, wie "Enthält viel Vitamin C" oder "Extra-Portion Milch" nicht mehr zulässig sein. Die Werbewirtschaft hat längst gemerkt, dass schöne Bilder auf den Packungen nicht mehr ausreichen, den Verbraucher zu betrügen. Es müssen Sprüche dazukommen!
Es wird höchste Zeit, dass sich die EU dazu aufrafft, diese Augenwischerei endlich zu verbieten. Ministerin Künast unterstützt das Vorhaben, während sich Italien, Frankreich, Großbritannien noch dagegen wehren.
E. Ulich
Vorsicht mit gefärbten Eiern!
Nicht, dass wir glauben, die Farbe sei schädlich. Schließlich haben wir ja seit Jahren zu Ostern die Eier selbst gefärbt. Nein, es geht darum, dass die farbigen Eier, die jetzt verstärkt in Supermärkten (verpackt) und kleineren Läden (lose) zum Verkauf ausliegen, nicht gekennzeichnet sind. Das ist unserer Meinung nach ein Verstoß gegen die neue Eierkennzeichnungsverordnung, die seit 1.Januar gilt. Diese Eier - das muss man wissen - kommen ausnahmslos von großen Geflügelhöfen und aus Käfighaltung. Also: Vorsicht, zumal sie so teuer sind wie ÖKO-Eier!
E. Ulich
Kennzeichnungspflicht für Gen-Nahrung
Ab 18. April müssen alle Nahrungsmittel, die EU-weit in den Handel kommen, gekennzeichnet sein, soweit sie mehr als 0,9% gen-veränderte Bestandteile enthalten. Auf diese Regelung haben wir schon lange gewartet. Nun kommt es darauf an, dass die Verbraucher diese Hinweise auch beachten. Es ist ganz ähnlich wie mit der Eierkennzeichnung: Man muss eben etwas genauer hinschauen beim Einkauf.
Nun fordert Ministerin Künast, dass auch die Gerichte, die in Restaurants angeboten werden, entsprechend auf den Speisekarten gekennzeichnet werden. Das ist nur logisch, denn wer Gen-Food ablehnt, will es nirgendwo zu sich nehmen.
Diejenigen, die an der Genforschung verdienen, haben ja versucht, diese Regelungen zu verhindern. Wenn ihnen gar kein Argument mehr einfiel, sagten sie: Eine Vielzahl von Angaben auf den Verpackungen würden die Verbraucher überfordern und verwirren. Welches Übermaß an Fürsorge!
E. Ulich
EU bestätigt Hormonverbot
Das seit vielen Jahren gültige Verbot von Wachstumshormonen in der Rindermast bleibt erhalten. Nach umfassenden wissenschaftlichen Untersuchungen sieht die EU keinen Grund, die Bestimmungen zu ändern. In den USA und in Kanada sind Hormone als Zusatz zum Kraftfutter erlaubt, und deshalb besteht ein Importverbot von Rindfleisch aus Nordamerika in die EU. Im Gegenzug haben die USA Strafzölle für bestimmte Waren aus der EU verhängt.
Es sei daran erinnert, dass vor allem ins Futter für Kälber immer wieder Hormone illegal zugesetzt werden, um das Wachstum zu beschleunigen. Das geschieht auch in Deutschland, und wir bedauern, dass die Kontrollen viel zu lasch durchgeführt werden. Deshalb empfehlen wir, auf Kalbfleisch generell zu verzichten - es sei denn, es kommt aus Ökobetrieben.
E.U.
Aufstand der Kuscheltiere in Brüssel!
Heute, am 17.11.2003, wurden tausende von Plüschtieren in Brüssel den Agrarministern präsentiert, um so gegen die qualvollen Tiertransporte zu demonstrieren. 25 Tierschutzorganisationen aus EU-Ländern, die in der "Coalition for Farm Animals" zusammengeschlossen sind, nahmen teil. Alleine 3000 Plüschtiere kamen mit Protestnoten am Halsband als Tierschutz-Botschafter aus Deutschland. Grund für die Aktion, die in Deutschland von "Menschen für Tierrechte e.V." organisiert und von "Tier & Mensch e.V." unterstützt wurde, ist der völlig unbefriedigende neue Gesetzentwurf der EU-Kommission: Für Langzeit-Transporte sind bis zu 90 Stunden vorgesehen, wobei Fahrpausen eingelegt werden sollen, in denen die Tiere auf dem LKW verbleiben und dort getränkt und gefüttert werden sollen. Erfahrungsgemäß ist es völlig unmöglich, bei der Ladedichte der Tiere alle ausreichend zu versorgen, auch die Kontrollen werden wie bisher unzureichend sein.
Frau Hannelore Jaresch, Sprecherin der Aktion von "Menschen für Tierrechte e.V." sagt in der Presse-Erklärung: "Wir hoffen, dass dieser Aufstand der Kuscheltiere auch die Herzen der Landwirtschaftsminister erreicht. Denn nur eine Begrenzung der Tiertransporte auf zunächst max. 8 Stunden, wie sie vom EU-Parlament und vor wenigen Tagen auch vom deutschen Bundesrat gefordert wurde, wären ein Schritt in die richtige Richtung!"
Keine Mäuse für Tierversuche - mehr Geld für tierversuchsfreie Forschung
Mit dieser Forderung überreichte der Bundesverband "Menschen für Tierrechte" heute, am 6.11.03, rund 366 000 Unterschriften im Verbraucherschutz-Ministerium an Frau Künast. Davon sammelten allein die Tierversuchsgegner Berlin und Brandenburg sensationelle 200 000 Unterschriften!
Zusätzlich erhielt Frau Künast im letzten halben Jahr eine Unmenge von Aktionskarten zu diesem Thema.
Wir hoffen, dass nun endlich das unerträgliche Missverhältnis der Vergabe von Steuergeldern zugunsten der alternativen Forschungsmethoden geändert wird. Bisher wurden jedes Jahr mehrere hundert Millionen Euro für Forschungsprojekte mit Tierversuchen verwendet, auf klägliche 2,5 Millionen sind die öffentlichen Gelder für die Alternativforschung gekürzt worden für 2004 (von bisher 4 Millionen).
Tierversuche sind eine veraltete und ungeeignete Methode, um die Sicherheit der Verbraucher vor gefährlichen Chemikalien zu gewährleisten oder ihn vor Nebenwirkungen von Medikamenten zu schützen, die zudem bei etwa 60 000 Bundesbürgern zum Tod führen. Zellkulturen und andere Alternativen sind wesentlich genauer und verläßlicher in ihren Ergebnissen. Es ist unbegreiflich, dass eine moderne Wissenschaft immer noch an den äußerst brutalen Tierversuchen fest hält, wie z.B. daran deutlich wird, dass der Staat Neubauten von Tierversuchslaboratorien in Würzburg, Erlangen und Jena mit 31, 25 und 23 Millionen € finanziert!!
Wir vom Verein "Tier & Mensch" haben die Aktion unterstützt und lassen nicht locker:
Liebe Tierfreunde, sprecht auch dieses Thema im Bekanntenkreis an. Fragt im Ministerium nach, wie künftig die tierversuchsfreie Forschung unterstützt wird und wie die Tierversuche reduziert werden sollen!
Wolfshatz in Alaska
Wolfsrudel werden künftig mit Flugzeugen aufgespürt, bis zur Erschöpfung gehetzt und abgeknallt. Diese unmenschliche Tierquälerei ist vom Gouverneur von Alaska, Frank Murkowski, gesetzlich legitimiert worden. Sprecher der US-Naturschutz-Organisation "Defenders of Wildlife" sind schockiert: Mit einem Schlag ist die mühevolle Arbeit hunderter von Naturschützern zunichte gemacht. Es wird vermutet, dass durch den Massenabschuss der Wölfe, die den Karibu- und Elchbestand auf natürliche Weise regulieren, deren Bestände künstlich für Jäger erhöht werden sollen.
Quelle: "Der Tiernotruf" von TASSO 8/03, E-Mail: newsletter@tiernotruf.org, Homepage: www.tiernotruf.org/newsletter
K.Ulich (Sept. 2003)
Grenzwerte überschritten
Bei Stichproben von importierten Lebensmitteln wurden auch in diesem Sommer erhebliche Überschreitungen der amtlich festgelegten Grenzwerte für Pestizide festgestellt.
Wie das Verbraucherschutzministerium bekannt gab, sind teilweise „alarmierende Ergebnisse“ zutage getreten. Die Bundesländer wurden angewiesen, die Kontrollen, die aus Kostengründen erheblich eingeschränkt worden waren, wieder drastisch zu verschärfen.
Besonders stark belastet waren nach Angaben der Lebensmittelüberwachungsämter Gemüsepaprika aus der Türkei und Erdbeeren aus Spanien und Marokko. Aber auch bei importierten Trauben wurden die Werte für Pestizidrückstände oft nicht eingehalten. Nach Erkenntnissen der Organisation Greenpeace , die ebenfalls Kontrollen durchführte, wurden bei Weintrauben sogar Stoffe gefunden, die in Verdacht stehen, Krebs erregend zu sein.
Allerdings: Wir Verbraucher müssen nicht unbedingt diese zweifelhaften Erzeugnisse kaufen. Muss es immer das Billigste sein?
Ein spanischer Großhändler drückte es einmal folgendermaßen aus: „Die Engländer bekommen von uns die qualitativ besten Tomaten, die Franzosen die schmackhaftesten, die Deutschen die roten“. Bei der Farbe aber hilft oft die Chemie nach.
NICHT OHNE GRUND TRETEN WIR FÜR ÖKOLOGISCHEN LANDBAU EIN!
Quelle: BMVEL (Sept. 2003)
Skandalöse Käfighaltung
Der Verein gegen Tierfabriken (Waidhausenstr. 13/1, A 1140 Wien) hat kürzlich mehr als 40% aller Käfighaltungen für Legehennen in Österreich kontrolliert. Aus dem Bericht:
Das erschütternde Ergebnis dieser großangelegten Recherchen war, dass in fast allen Legebatterien fürchterliche Zustände herrschen. Überfüllte Käfige in 91% der Betriebe, schwerverletzte, federlose Hühner mit teils faustgroßen Wunden, Milben- und Parasitenbefall, verwesende Kadaver und halbtote Tiere in den Käfigen, Gängen, ja sogar in den Kotgruben.
Wir haben nicht den geringsten Zweifel, dass es in Deutschland ähnlich aussieht. Also immer wieder unser Appell:
MEIDET KÄFIGEIER! KAUFT EIER AUS FREILANDHALTUNG!
E. Ulich (August 2003)
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