Tier & Mensch e.V.

Dranbleiben lohnt sich
Erfolg gegen Pelzhandel

Die Gruppe „Tierrecht aktiv“ in Hannover demonstrierte im letzten Jahr regelmäßig vor zwei Biba-Filialen. Biba ist eine Bekleidungs-Handelskette, die echte Pelze anbietet. Die jungen Leute waren sich nicht zu schade, an kalten Wintertagen als gehäutetes Pelztier verkleidet auf der Straße zu liegen, Transparente zu halten und tausende Flugzettel zu verteilen. 

Vor einiger Zeit wurde in Hannover eine neue Filiale eröffnet. Ich sah einen Mantel mit einem schönen Pelzkragen im Schaufenster und ging gleich ins Geschäft in der Absicht, als Käuferin aufzutreten. Aber das Gespräch verlief ganz unerwartet anders. Die Verkäuferin schaute mich traurig an und sagte: „Ja wissen Sie, es ist ein Jammer, wir können nun keine echten Pelze mehr verkaufen. Da sind immer diese Tierschützer, die vor unseren Geschäften mit Demonstrationen stören. Wir können jetzt leider nur noch Imitationen anbieten.

Ein solcher Erfolg tut gut. Allerdings: Wir haben das Demonstrieren noch nicht aufgegeben, weil vom Konzern noch keine schriftliche Bestätigung vorliegt, dass er endgültig auf Pelzhandel verzichtet.

Maria Groß März 2009

Erfolg der Tierschützer

Der Kaufhauskonzern Peek & Cloppenburg hat erklärt, ab Januar 2007 den Verkauf von Pelzen und Pelzbesatz einzustellen. Dies geschah auf Druck der Tierschutzvereine, die jahrelang gegen die Grausamkeiten der Pelztierhaltung gekämpft hatten. In Berlin z.B. standen die Unentwegten Woche für Woche mit Transparenten und Handzetteln vor dem Kaufhaus am Tauentzien. Bisher hatten schon andere Warenhäuser, z.B. Karstadt, Otto und C&A, den Pelzverkauf gestoppt. Anderen Geschäften ist es gleichgültig, dass mehr als 70% aller Deutschen die Pelztierzucht ablehnen. Ihnen ist der Profit auf Kosten der gequälten Tiere wichtiger. Sie setzen auf die Uneinsichtigkeit der wohlhabenden Bürger, die lieber ihrer Eitelkeit frönen, als an die Tiere zu denken. Deshalb muss der Kampf weiter gehen, gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit.

Wirksamer allerdings wäre ein Gesetz, das die Pelztierzucht generell verbietet, wie es in anderen Ländern bereits besteht. Wir haben wenig Hoffnung, dass sich die gegenwärtige Regierung dazu durchringt.

Weitere Informationen: Infoblatt „Grausamkeit der Mode wegen“, Druckheft „Pelztiere – Warten auf Menschlichkeit“ und www.tumev.de

E.U., August 2006

 

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