Tier & Mensch e.V.

Ausgerechnet eine Frau
Schießunterricht an Schulen
Manchmal traut man seinen Augen nicht, wenn man solche Meldungen liest, und dann steigt die Wut im Bauch hoch.
Da fordert die Vizepräsidentin im niedersächsischen Landtag, Frau Astrid Vockert (CDU), anlässlich eines Schützentages in Bremerhaven, in den Schulen Schießunterricht zu erteilen. Der Umgang mit Schusswaffen, Laserkanonen und Armbrüsten fördere die Konzentration und Lernfähigkeit, begründete die Politikerin diese abwegige Idee, die allerdings und glücklicherweise auch bei ihren Parteifreunden auf Ablehnung stieß.
Wir erinnern uns: Im Lande Brandenburg wird der Angel“sport“ als Arbeitsgemeinschaft in Schulen angeboten. Und Jägervereine werden nicht müde, für ihr Weidwerk zu werben.
Und das angesichts der Tatsache, dass die Gewalt unter Schülern (und Schülerinnen!) immer mehr zunimmt. Manchmal überläuft einen das kalte Grausen.
Anmerkung: Ich persönlich, als Sekundaner im Gymnasium, hatte Schießunterricht. Das war 1938. Vielleicht kann Frau Vockert erraten, wofür das gedacht war. Ich sag's ihr: Für einen Schützenverein ganz besonderer Prägung.
Ernst Ulich, Juli 2007
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