Tier & Mensch e.V.

Snuppy ist da!
Endlich ist es so weit: Südkoreanischen Forschern gelang es, den ersten Hund der Welt zu klonen. Was bei Schafen, Katzen, Pferden kein Problem mehr ist, gelang nun auch bei Hunden. Zwar ist Snuppy, einem Bericht der „WELT" zufolge der einzige Überlebende aus einem Versuch mit 1095 Embryonen, die in 123 Hündinnen als Leihmüttern eingepflanzt wurden. Aber das wird in Zukunft schneller gehen, denn es besteht ein Wettlauf zwischen den Südkoreanern („eine enorm schlagkräftiges Team") und der US-Firma Genetics Savings & Glones. Bei denen liegt das tiefgefrorene Genmaterial der im Jahre 2002 verstorbenen Hündin Missy, die nun endlich nachkopiert werden soll. Auch Professor Eckhard Wolf vom Institut für Biotechnologie in München freut sich. „Denn nun werden neue Tiermodelle für die medizinische Forschung möglich." Man sieht: Wir sind auf dem besten Weg zur total künstlichen Natur.
E.Ulich, August 2005

Nachtrag Dezember 2005:
Inzwischen hat sich herausgestellt, dass der "Klonkönig" aller Naturvergewaltiger, nämlich der südkoreanische Professor Hwang, ein Betrüger ist. Er hat zugegeben, die menschlichen Stammzellkulturen gefälscht zu haben. Und der Klonhund Snuppy, um den so viel Wirbel gemacht wurde, ist wahrscheinlich nichts als ein ganz normaler Zwilling.
„Hwangs Luftschloss hat sich in nichts aufgelöst, und die Tiefe des Falls lässt sich noch nicht absehen", schreibt die Berliner Morgenpost.
Wieder einmal ist bewiesen, was die Öffentlichkeit so schwer zu begreifen scheint: Viele Forscher haben gar kein Interesse daran, der Menschheit zu helfen. Ihr ganzes Streben ist getrieben von Ehrgeiz, Ruhmessucht und Geldgier. Wenn man das doch endlich einmal verstehen würde.
Ernst Ulich, Dez. 05
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