Tier & Mensch e.V.
Weltkindertag 2007 - Großereignis in Berlin

Am 16. September veranstaltete das Deutsche Kinderhilfswerk das Kinderfest am Potsdamer Platz.
Bei herrlichem Wetter strömten Hunderttausende von Kindern mit ihren Eltern an den verschiedensten Ständen vorbei. Wir waren wie in jedem Jahr mit einem Infostand vertreten und boten den Kleinen Tierspiele, Puzzles und Rätsel an. Dabei verteilten wir unsere Infoblätter und Hefte zur Heimtierhaltung und zur Massentierhaltung, vor allem auch das Heftchen "Hallo, Kinder".  Für die Eltern hatten wir wieder einen Handzettel vorbereitet, dessen Text wir hier wiedergeben:  

Kinder lieben Tiere - und sie legen großen Wert auf Gerechtigkeit!
Eltern, Ihr solltet die Gefühle Eurer Kinder achten und fördern!
Diese Werte am Leben zu erhalten und zu stärken ist eine besonders wichtige Aufgabe bei der Erziehung.
Doch Tierliebe alleine ist noch nicht genug: Die Kinder müssen wissen, was jedes Tier benötigt, um ein glückliches Leben seiner Art entsprechend führen zu können. So lernen sie zu unterscheiden, wie mit Tieren gerecht und verantwortungsvoll umgegangen wird, ob es sich nun um Heimtiere, Nutztiere, Versuchstiere oder Wildtiere handelt. Sie   werden beginnen nachzudenken und werden sich fragen, ob es z.B. gerecht ist, Enten, Puten, Hühner, Schweine oder Rinder in finsteren Hallen zusammen zu pferchen, damit billiges Fleisch, Eier oder Milchprodukte verkauft werden können.
Sie werden beginnen, nach Lösungen zu suchen, um Tierquälerei zu verhindern.
Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Aufmerksamkeit werden sich auch auf die mitmenschlichen Beziehungen auswirken zum Nutzen der Gesellschaft von morgen!
Unsere Kinder werden die Zukunft gestalten.

Nicht nur zu Hause - auch in der Schule ist Tierschutz wichtig!
Deshalb bieten wir an:

Tierschutzspiele in Kindergärten und
Grundschulklassen
in Berlin und Umgebung
durch Helga Salehi, Tierschutzlehrerin
Tel.: 033209-74466
Tierschutzunterricht mit Filmen in
Grund- und Oberschulen
in Berlin und Umgebung
durch Ernst Ulich, Tierschutzlehrer,
Tel.: 030- 8334638
 
Weltkindertag am 17. September 2006
Photos: O.Schönau
Am 17. September 2006 war es wieder so weit: Zum Weltkindertag am Potsdamer Platz strömten an die 100.000 Besucher an den Ständen vorbei, zumeist Eltern mit ihren Kindern. Wir hatten uns gut vorbereitet und boten den Kleinen Rätsel, Puzzles, Tiergeschichten und das Zirkusspiel an.
Während die Kinder beschäftigt waren, konnten wir uns mit den Eltern unterhalten und ihnen unser Material anbieten. Aus gegebenem Anlass hatten wir einen speziellen Text vorbereitet, den wir mehrere hundert Male verteilten.
Dies ist der Wortlaut:
An die Eltern
Worte zum Weltkindertag
Allenthalben wird Übergewichtigkeit unserer Jugend beklagt, vor Folgen ungesunder Ernährung gewarnt, auf die schädliche Fast-Food-Manie hingewiesen. Immer wieder wird gesunde Kost empfohlen, die vor allem aus reichlich Gemüse und Obst bestehen sollte. Wer ist dafür verantwortlich, wenn nicht die Eltern? Die Kinder können ja nicht beurteilen, was sie zu Hause aufgetischt bekommen - oder an den Imbiss-Stuben runterschlingen.
Und nun kommt der Gammelfleisch-Skandal!
Unglaublich, wie hilflos unsere Politiker und Behörden reagieren. Täglich werden neue Fleischbestände gefunden, deren Haltbarkeit weit überschritten ist. Man wagt nicht einmal mehr, die Mengen anzugeben - sind es inzwischen 150 oder 1000 Tonnen, die „entsorgt“ werden müssen?
Es werden hohle Sprüche geklopft: „Der Verbraucher soll wissen, was er in der Pfanne hat“ - „Wir müssen den Weg des Fleisches zurück verfolgen können“ - „Die Kontrollen müssen verstärkt werden“ - „Wenn es um die Gesundheit des Verbrauchers geht, muss alles getan werden, was möglich ist“. Schön und gut. Aber ist das alles?
Denn niemand - wirklich niemand - wagt, an der eigentlichen Ursache des Skandals zu rütteln: Wie kommt die Überproduktion zustande? Wie viele Tiere mussten nutzlos sterben? Wie viel wertvolles Getreide wurde vergeudet? Warum wird überhaupt an der tierquälerischen Massentierhaltung festgehalten? Wer hat das schon mal ausgerechnet: Aus 150 Tonnen weggeworfenem Fleisch hätten sich 900.000 Portionen Döner oder 3 Millionen Buletten braten lassen! Es wird zu viel Fleisch produziert - auf Kosten der Tiere und der hungernden Bevölkerung in der Welt. Es verhungern Kinder, denen kostbare Nahrung entzogen wird, um in den Mastställen verfüttert zu werden! Und trotzdem: Allein in Ostdeutschland werden gerade 400.000 neue Schweinemastplätze geschaffen, dank der staatlichen Förderungsstrukturen. Wie passt das zusammen? Wohin mit all dem Fleisch, wenn wir sowieso schon viel zu viel davon essen?
Und nun die Frage, die sich jeder selbst beantworten sollte:
Können wir uns nicht mit weniger, aber dafür gesundem Fleisch aus Öko-Betrieben begnügen?
Dem Tier, der Umwelt und den armen Menschen zuliebe - und vor allem unseren Kindern!
Weltkindertag am 18. September 2005
Photos: E.Ulich
Am 18. September waren wir am Potsdamer Platz wieder dabei. Wohl an die 100.000 Kinder besuchten mit ihren Eltern die vom Deutschen Kinderhilfswerk organisierte Veranstaltung, und wir hatten sieben Stunden lang alle Hände voll zu tun. Während die Kleinen damit beschäftigt waren, Rätsel zu lösen oder Tierpuzzles zusammenzusetzen, hatten wir Gelegenheit, den Eltern unser Material zur Massentierhaltung zu übergeben und mit ihnen über Ökologie und Ernährung zu sprechen. Denn das sind die Hauptthemen unserer Arbeit.
Unsere Tierschutzlehrerin Helga Salehi und ihre Helferin Annabel Lipke führten ununterbrochen Tierpuppenspiele vor, mit denen den Zuschauern der Gedanke des Tierschutzes nahegebracht wurde. Benjamin Gutjahr porträtierte einige der kleinen Besucher.
Wir denken, dass unser Engagement recht erfolgreich war und freuen uns schon auf das nächste Jahr.
E. Ulich, Okt. 05
Weltkindertag am 19. September 2004
Photo: E.Wendt Photo: E.Wendt Photo: E.Wendt
Am 19. September war es wieder so weit. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte den gesamten Bereich des Berliner Potsdamer Platzes mit vielen Ständen besetzt, und wieder kamen insgesamt ca. 300.000 Besucher, zumeist Eltern mit ihren Kindern. Wir beschäftigten die Kleinsten mit einem Tierpuppenspiel, in dem aus Käfigen und Boxen freigelassene Nutztiere von ihrem grausamen Schicksal erzählten. Es kam uns darauf an, die Kinder schon frühzeitig mit dem Problem der Massentierhaltung bekannt zu machen. Ferner boten wir Ratespiele und Tierpuzzles an. Während die Kinder beschäftigt waren, hatten wir Gelegenheit, mit den Eltern über die Probleme in der Nutztierhaltung, über Ernährung und Ökologie zu sprechen. Denn das ist das Hauptanliegen des Vereins "Tier & Mensch e.V.". Dabei wurden unsere Handzettel, Infoblätter, Hefte und Broschüren gern entgegengenommen. Und wie immer hoffen wir, dass unsere Anregungen hier und da auf fruchtbaren Boden fallen. Natürlich waren diesmal besonders die Kinder- und Jugendblätter gefragt, von denen gewiss viele ihren Weg in die Schulen und in die Hände der Lehrer finden.
Auch die AGfaN aus Stelle war wieder neben uns vertreten. Wir arbeiten schon seit Jahren mit der Familie Wendt eng zusammen. Deren Leitmotiv "Tierschutz fängt beim Essen an" ist auch genau unser Thema. Weitere Informationen unter www.tierschutz-landwirtschaft.de.
Ernst Ulich, Okt 04
Photo: E.Wendt Photo:O.Schönau Photo: E.Wendt
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