Wieder Hermesbürgschaft für Massentierhaltung: Entenmast in der Ukraine soll mit 35 Millionen abgesichert werden

 

Nach massiven Protesten gegen deutsche Hermesbürgschaften für den Bau von riesigen Käfigbatterien in der Ukraine versprach Landwirtschaftsministerin Aigner vor einigen Wochen, solche Exportgarantien für Mastanlagen nicht mehr zuzulassen. Das Wort gilt bereits jetzt nicht mehr:

Enten und Gänse (Foto) sind Wassertiere (Bild: Karin Ulich)

 

Unbekümmert sichert unsere Regierung mit hohen Summen unserer Steuergelder ab -  es geht um fast 35 Millionen € - Investitionen in ein tierquälerisches Haltungssystem für 860 000 Enten in Bodenhaltung – zudem in der undemokratischen Ukraine. Dass Bodenhaltung für Enten, Wassertiere, wie jedes Kind weiß, nicht artgerecht sein kann, war ja sogar schon dem CDU-Landwirtschaftsminister von Niedersachsen, Lindemann vor mehr als einem Jahr klar geworden und sollte dort künftig verboten werden! Doch zugunsten der Renditen skrupelloser Agrarkonzerne werden Anstand, unsere gesetzlichen Grundlagen und der Willen der Bürger, deren große Mehrheit Massentierhaltung ablehnt, über den Haufen gerannt. Die Bürgschaft soll das gesamte Funktionsp0oaket von der Haltung über die Futtermühle, Schlachtung und Verarbeitung, Abfallverwertung und Wasserklärung umfassen. LDie leidenden Geschöpfe, also Hunderttausende von Enten, mittendrin.

(Bild: Eckard Wendt)

 

Die Verlogenheit unserer Regierung ist unerträglich! Wenn hier der Widerstand gegen Massentierhaltungen wächst, verlagert man die grauenvollen Geschäfte eben nach Ost-Europa. Der Rückenwind durch die Regierung macht´s möglich, da ist Frau Aigner ihr Wort von gestern schnell nichts mehr wert – ihre Widersprüchlichkeit, Kritikern zwar zuzustimmen, aber dann das Gegenteil durchzuziehen,  ist uns seit langem bestens vertraut.

 Bei uns kommen Enten und andere Geflügeltiere nicht auf den Tisch, zahlen müssen wir aber trotzdem für die frevelhafte, widerliche „Produktion“. Quelle: Osnabrücker Zeitung

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